H2HUB in Sachsen-Anhalt: Wasserstoff braucht Wissen
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- 2. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Wie die Lernallianz „H2HUB in Sachsen-Anhalt“ den Wasserstoffhochlauf unterstützt

Wasserstoff braucht Infrastruktur – aber auch Menschen, die sie planen, betreiben, erklären und weiterentwickeln. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Technologie, Bildung und regionalem Wandel setzt die Lernallianz H₂HUB in Sachsen-Anhalt an. Denn für den Wasserstoffhochlauf braucht es nicht nur Investitionen, sondern auch Fachkräfte, praxisnahes Wissen und Angebote, die neue Technologien verständlich erklären. Die Lernallianz bringt dafür Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen.
Warum Sachsen-Anhalt eine Schlüsselrolle spielt
Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland bringen starke Voraussetzungen für den Wasserstoffhochlauf mit: eine etablierte Industrie, konkrete Anwendungen entlang der Wertschöpfungskette – zum Beispiel die chemische Industrie, Raffinerien und das Wasserstoffkernnetz – und eine leistungsfähige Energieinfrastruktur (r2b energy consulting GmbH, 2023).
Fachkräftebedarf für den Wasserstoffhochlauf
Aktuelle Studien zeigen: Der Bedarf an Fachkräften wächst deutlich. Gleichzeitig wird deutlich, dass Weiterbildungsangebote und Qualifizierungsstrukturen noch besser abgestimmt und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglicher gemacht werden müssen (Schur et al., 2026; Fraunhofer IMW, HYPOS e. V., & Revierwende, 2024).
Weiterbildung und Wissenstransfer sind damit keine Ergänzung, sondern eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Wasserstoffhochlauf.
Wie kommt Wasserstoffkompetenz schnell dorthin, wo sie gebraucht wird?
Das H₂HUB in Sachsen-Anhalt bündelt Kompetenzen und bringt Wissen durch seine vielfältigen Angebote aktiv in die Anwendung. Die Angebote richten sich an Fach- und Führungskräfte, Studierende, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler oder die interessierte Öffentlichkeit.
Wasserstoff wird in konkreten Lern- und Anwendungssituationen erfahrbar gemacht – zum Beispiel in Weiterbildungen, im Bildungslabor, in Bürgerdialogen oder über digitale Lernwelten.

Die Angebote des H₂HUB in Sachsen-Anhalt umfassen unter anderem:
Aus- und Weiterbildung durch berufsbegleitende Weiterbildungsformate, die Fachkräfte gezielt qualifizieren
Bildungspartnerschaften mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, um Wissen direkt in die Praxis zu bringen
Summer Schools und hybride Formate, die den Einstieg in die Berufswelt erleichtern
Praxisnahe Studienangebote und gemeinsame Module, die Studierende frühzeitig an reale Anwendungsfelder der Wasserstoffwirtschaft heranführen
Schulische Angebote, die früh für MINT-Berufe begeistern
Bürgerdialoge, Demonstratoren, Bildungslabore und digitale Lernwelten, die Wasserstoff verständlich machen
Wasserstoff erleben: Veranstaltungen im Überblick
Wie praxisnah dieser Ansatz ist, zeigen die aktuellen Angebote des H₂HUB:
14.10.2026–27.01.2027 | Ringvorlesung „Update Energie“
Ort: Magdeburg
Zeit: jeweils 15:15–17:00 Uhr
Format: Veranstaltungsreihe im Wintersemester
Link: OVGU - Ringvorlesung zum Thema „Update Energie“
→ Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Wintersemester
05.11.2026 | 4. Netzwerktreffen der Hochschule Anhalt
Ort: Köthen
Format: Austausch- und Vernetzungsveranstaltung
Link: Netzwerktreffen - H2HUB | Hochschule Anhalt
→ Austausch und Vernetzung
Laufendes Sommersemester | Mastermodul „Wasserstoff als Energieträger der Zukunft“
Ort: Hybrid
→ Gemeinsames Lehrangebot aller Partner

Darüber hinaus ist das H₂HUB 2026 auf weiteren Veranstaltungen präsent, darunter das Macher-Festival, der 1. Ostdeutsche Wasserstoffkongress und das Silbersalzfestival.
Die Mitglieder der Lernallianz H₂HUB in Sachsen-Anhalt sind ...
die Hochschule Anhalt,
die Hochschule Merseburg und
Ein Beitrag zur Zukunft der Region
Die WOCHE DES WASSERSTOFFS macht jährlich seit 2019 sichtbar, wie vielfältig die Wasserstoffzukunft in Deutschland bereits gestaltet wird. Der erfolgreiche Hochlauf ist dabei nicht nur eine Frage von Technologie und Infrastruktur, sondern auch von Bildung, Kooperation und regionaler Verankerung.
Wer Wasserstoff in die Anwendung bringen will, muss Wissen zugänglich machen, Kompetenzen aufbauen und Räume schaffen, in denen Menschen den Wandel mitgestalten können. Genau hier setzt die Lernallianz an, nicht mit abstrakten Versprechen, sondern mit Formaten, die Forschung, Praxis und Gesellschaft miteinander ins Gespräch bringen sollen.
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Dieser Beitrag wurde von Dorothee Wehrmann und Yvonne Peters vom Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES zur Verfügung gestellt.
Mehr Infos und Aktuelles gibt es auf den Websites der Mitglieder der Lernallianz H₂HUB in Sachsen-Anhalt (im Text bereits verlinkt) und in den LinkedIn-Profilen: Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES
Quellen
r2b energy consulting GmbH, Gutachten Strategische Umsetzung der Landeswasserstoffstrategie des Landes Sachsen-Anhalt Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt (MWU), Köln, 2023.
Schur, Alexander Christian; Mönnig, Anke; Ronsiek, Linus; Schneemann, Christian; Zenk, Johanna; Schroer, Jan Philipp: Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“ - Szenario-v3.0: Abschlussbericht der zweiten Projektphase. Version 1.0 Bonn, 2026.
Fraunhofer IMW, HYPOS e. V., & Revierwende, Bestandsaufnahme zum Qualifizierungsbedarf in der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft, Berlin, 2024. Online: revierwende.de





