top of page
WDW_Header_Blog1.jpg

WOCHE DES
WASSERSTOFFS

WDW2026_Logo-standard-transparent-500px_RGB.png

#WDW2026

#WDW – BLOG

Das Emsland und die Wasserstoff-Zukunft zum Anfassen: Hier wird aus Idee Realität

  • Autorenbild: Gastautor:in
    Gastautor:in
  • 3. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Teamfoto H2-Region Emsland

„Hydrogen Valley“ klingt ein bisschen nach Science Fiction. Nach futuristischen Städten, blinkenden Leitständen und komplizierter Technik. Im Emsland bedeutet es vor allem eins: machen.


Denn während andernorts noch diskutiert wird, wird hier bereits gebaut, getestet und umgesetzt. Genau das macht das Hydrogen Valley Emsland so spannend.

Wasserstoff ist hier kein abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern Teil einer Entwicklung, die sichtbar wird. Zum Beispiel dann, wenn neue Infrastruktur entsteht und Anlagen in Betrieb gehen.

Und manchmal wird diese Entwicklung sogar hörbar, oder genauer gesagt: durch mehr Ruhe bemerkbar, etwa wenn Sperrmüllfahrzeuge nahezu lautlos unterwegs sind.

 

Das Emsland: anpacken statt abwarten

Das Emsland gehört zu den Regionen in Deutschland, die beim Thema Wasserstoff früh gesagt haben: „Dann legen wir mal los.“ Seit 2020 hat das Wasserstoff-Netzwerk H2-Region Emsland sogar eine eigene Geschäftsstelle im Herzen der Wasserstoffmetropole Lingen.

 

Warum gerade hier im Emsland? 

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • viel Erfahrung im Bereich Energie und Industrie

  • Unternehmen, die Neues ausprobieren wollen

  • Platz für Infrastruktur und große Projekte

  • Menschen, die eher machen als lange reden


Banner Hydrogen Valley Emsland

 

Das Ergebnis: Die Region entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem wichtigen Baustein der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und darüber hinaus, weswegen das Emsland inzwischen auch als „EU-Hydrogen Valleyausgezeichnet wurde: als Region, die die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette heute schon abbildet.

Oder einfacher ausgedrückt: Hier wird  Wasserstoff ganzheitlich gedacht – von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis hin zur Nutzung.

 

Wasserstoff im echten Leben

Die spannende Frage lautet ja nicht: Kann Wasserstoff funktionieren?

Die Frage lautet: Wo begegnet er uns eigentlich? Im Emsland gibt es darauf schon heute einige Antworten.

 

Wasserstoff kann beispielsweise:

  • Industrieprozesse klimafreundlicher machen

  • schwere Fahrzeuge antreiben

  • Energie speicherbar machen

  • Regionen wirtschaftlich stärken

Aus einem abstrakten Thema wird damit etwas ziemlich Konkretes: Denn hinter Wasserstoff stehen nicht nur Leitungen, Anlagen und Technik, sondern auch Arbeitsplätze ebenso wie Unternehmen, Forschung, regionale Entwicklung und die Frage, wie Energieversorgung künftig funktionieren kann.

 

Teil eines größeren Ganzen

Das Emsland treibt diese Entwicklung nicht allein voran. Vielmehr entsteht sie im Zusammenspiel mit anderen Regionen und Netzwerken im Nordwesten.

Während in Ostfriesland erneuerbare Energie – insbesondere aus Windkraft – eine zentrale Rolle spielt, unterstützt die Metropolregion Nordwest die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren und den Austausch über regionale Grenzen hinweg.

Bildhaft formuliert: Der Wind von der Küste trifft im Emsland auf Industrie, Ideen und Umsetzungskraft. Genau dieses Zusammenspiel macht den Nordwesten derzeit so interessant.

 

Amprion-Grundsteinlegung
Amprion Grundsteinlegung

Und wie sieht das konkret aus?

Ein gutes Beispiel sind die Offshore-Netzanbindungen DolWin 4/BorWin4 von Amprion. Die dazugehörige Konverterstation wird in Lingen gebaut. Hier zeigt sich sehr konkret, was es heißt, wenn der Wind von der Küste im Emsland auf Umsetzungskraft trifft: Erneuerbare Energie braucht leistungsfähige Infrastruktur, damit aus Erzeugung auch Nutzung werden kann.

 

Im Emsland entstehen derzeit große Elektrolysekapazitäten. Die Projekte von bp und RWE bringen zusammen bis zu 400 MW auf den Weg: bp baut in Lingen im Rahmen von GET H2 einen 100-MW-Elektrolyseur, RWE plant dort insgesamt 300-MW Leistung. Solche Anlagen sind ein zentraler Baustein der Wasserstoffwirtschaft, weil sie mithilfe von grünem Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. So wird aus erneuerbarer Energie ein speicherbarer Energieträger, der sich in Industrie, Mobilität und weiteren Anwendungen nutzen lässt.

 

bp_h2-factory_photo_preparation_1920x1080px_GERMAN
bp hydrogen factory

Ein weiteres Beispiel ist die Umrüstung von Dieselmotoren auf Wasserstoffbetrieb bei Bücker + Essing. Gemeinsam mit Keyou wird daran gearbeitet, Wasserstoffmotoren für Nutzfahrzeuge auf die Straße zu bringen. Das zeigt, dass Wasserstoff nicht nur beim Aufbau neuer Infrastruktur eine Rolle spielt, sondern auch dort, wo bestehende Technik weiterentwickelt und für klimafreundlichere Anwendungen genutzt werden kann.

 

3_KEYOU_Partnerschaft_Bücker_Essing
Partnerschaft KEYOU - Bücker-Essing

Dass Wasserstoff nicht nur in Industrieanlagen oder Infrastrukturprojekten eine Rolle spielt, zeigt das LAUTFEUER-Festival in Lingen. Dort wird seit mehreren Jahren grüner Wasserstoff für die Stromversorgung eingesetzt. 2024 konnte der Strombedarf der beiden Bühnen mithilfe einer Brennstoffzelle und eines Batteriespeichers gedeckt werden.

 

@LAUTFEUER_Tina Poppenborg @LAUTFEUER_Erik Mersmann


Wie sich Wasserstoff im Alltag bemerkbar macht, zeigt auch ein wasserstoffbetriebenes Sperrmüllsammelfahrzeug im Emsland. Der Unterschied ist nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Denn sowohl das Fahrzeug als auch die Presse laufen mit Wasserstoff und arbeiten deutlich leiser. Wo früher Lärm und Abgase zum Alltag gehörten, ist heute vor allem noch der Moment zu hören, in dem die Presse sperrigen Abfall verdichtet. Genau solche Beispiele machen aus einem Zukunftsthema etwas ganz Konkretes.


Mitfahrt Abfallsammelfahrzeug
Mitfahrt Abfallsammelfahrzeug

Und genau darin liegt die Stärke der Region: Wasserstoff nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern praktisch sichtbar zu machen.

 

Wir müssen Zukunft nicht erfinden – wir müssen sie umsetzen.

„Das Emsland beweist: Wasserstoff ist längst mehr als ein Zukunftsversprechen. Entscheidend ist, Projekte mutig anzugehen und umzusetzen, regionale Stärken zu verbinden und konkrete, marktfähige Anwendungen zu realisieren.“

Vanessa Böhle, Projektmanagerin der H2-Region Emsland

 

Und wie geht es weiter?

Die kurze Antwort? Mit ziemlich viel Bewegung.

Viele Projekte stehen noch am Anfang. Andere wachsen gerade. Wieder andere existieren bisher vielleicht nur auf Skizzen oder auf Whiteboards. Aber genau so entstehen Zukunftsregionen.

 

Das Emsland zeigt dabei etwas Wichtiges: Transformation funktioniert nicht nur in Großstädten oder Forschungslaboren. Sie funktioniert auch dort, wo Menschen pragmatisch zusammenarbeiten und Lust haben, neue Wege auszuprobieren.

Und manchmal beginnt genau dort etwas, das später weit über eine Region hinaus Bedeutung bekommt.

 

Abfallsammelfahrzeug
Abfallsammelfahrzeug

Im nächsten Beitrag geht es weiter Richtung Küste – dorthin, wo aus Windenergie Wasserstoff werden kann.


Die drei Blogbeiträge finden Sie hier:

 

Neugierig geworden?

Die #WOCHE DES WASSERSTOFFS zeigt jedes Jahr, wie vielfältig Wasserstoff gedacht und umgesetzt wird – auch im Nordwesten Deutschlands.

Eine der Veranstaltungen ist: WiRe goes Berlin! am 22. und 23. Juni in Berlin.


_____________________________________________________________________


Dieser Beitrag entstand mit der Unterstützung von Melanie Büld, Esther Gebert und

Dr. Tim Husmann (alle H2-Region Emsland), Nicola Illing und Dr. Janka Wagner (beide Metropolregion Nordwest) sowie Birte Ricklefs (H2-Region Ostfriesland).


Logo H2 Region Emsland

Mehr Infos und Aktuelles gibt es auf den Websites der drei Regionen (im Text bereits verlinkt) und bei LinkedIn: Metropolregion Nordwest, H2-Region Emsland, Landkreis Aurich.

KONTAKT

 Die #WDW2026 
möglich machen

INFOS, PRESSE & LEITFÄDEN

BILDER & VIDEOS

„Der Wasserstoffhochlauf entscheidet sich vor Ort. In der praktischen Umsetzung. In der WOCHE DES WASSERSTOFFS stehen diese Orte des Gelingens im Fokus. Begegnungen mit dem, was wir alle für die Zukunft des Landes dringend benötigen. Allen Beteiligten gute Gespräche und wertvolle Einblicke!“

Silke Frank, Präsidentin & Andreas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender des DWV

Schirmherren der WOCHE DES WASSERSTOFFS 2026

Bannerfoto-Juni_Frank-links-2.png
WDW2025_Partnerlogo.jpg
WDW2026_fes.jpg
WDW2024_hydrogenmoves.jpg
WDW2026_Partnerlogo_bremen.jpg
WDW2024_h2bx.jpg
WDW2026_wone.jpg
WDW2026_Partnerlogo_senatorinbremen.jpg
WDW2026_Partnerlogo_h2-terminal.jpg
Logo
WDW2026_htai.jpg
DIE #WDW-UNTERSTÜTZER:INNEN 2026 (Stand: 6. Mai 2026)
DIE #WDW-MEDIENPARTNER:INNEN 2026 (Stand: 18. Mai 2026)
WDW2024_electrive.jpg
WDW2025_Partnerlogo_hzwei.jpg
Logo
WDW2026_forum-future-economy.jpg
Logo
WDW2026_thawi.jpg
Logo
Logo
WDW2026_thega.jpg
Logo
WDW2025_Partnerlogo_missionhydrogen.jpg
WDW2025_Partnerlogo_fazinstitut.jpg
WDW2024_hypos.jpg
Logo
Logo
  • LinkedIn - Weiß, Kreis,
  • Instagram
  • X
  • YouTube - Weiß, Kreis,

Neues zur #WDW auf unseren Social Media-Kanälen

Die WOCHE DES WASSERSTOFFS wird umgesetzt von:

Mona M. Kaluza – atelier für kommunikation

Rambatzweg 7, 22303 Hamburg
hallo@woche-des-wasserstoffs.de

#WDW Promo-Material  |  Impressum  I  Datenschutz

bottom of page