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Warum der Nordwesten beim Wasserstoff vorne ist

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    Gastautor:in
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Hände; we love Energiewende

Stell dir vor, Energie entsteht genau dort, wo sie gebraucht wird. Und sie ist speicherbar, transportierbar und vielseitig einsetzbar.

Das klingt für dich nach Science Fiction oder weit entfernter Zukunft?

Im Nordwesten Deutschlands ist das längst mehr als nur eine Idee.

 

Der Nordwesten – mehr als nur eine Region

Zwischen Küste, Industrie und innovativen Köpfen entsteht gerade etwas, das größer ist als einzelne Projekte. Der Nordwesten Deutschlands entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem echten Wasserstoff-Hotspot.

 

Hier trifft viel Wind auf viel Erfahrung. Hier gibt es Platz für neue Ideen und gleichzeitig die Infrastruktur, um sie umzusetzen. Genau diese Mischung macht den Unterschied aus: Aus dieser Mischung entstehen echte Projekte und Maßnahmen.

 

Eine Akteurin in dieser national bedeutsamen Wasserstoffregion ist die Metropolregion Nordwest.

Metropolregion Nordwest
© Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.

Sie steht für die Unterstützung und Förderung regionaler Aktivitäten zur Erhöhung der regionalen Sichtbarkeit, der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sowie der Lebensqualität, für die länderübergreifende regionale Zusammenarbeit und für Vernetzung. Knapp 2,8 Millionen Menschen leben in der Metropolregion Nordwest auf einer Fläche von knapp 14.000 km² zwischen der Nordsee und dem Teutoburger Wald. Elf Landkreise, fünf kreisfreie Städte, drei Industrie- und Handelskammern sowie die beiden Bundesländer Bremen und Niedersachsen haben sich im Verein Metropolregion Nordwest zusammengeschlossen, um die Region gemeinsam zukunftsfest zu gestalten.

 

Um die Wasserstoffwirtschaft gemeinsam mit den regionalen Akteurinnen und Akteuren voranzubringen und die dafür erforderlichen fachlichen sowie kooperativen Strukturen aufzubauen, sind die gewachsenen, vertrauensbasierten Netzwerke innerhalb der Metropolregion von entscheidender Bedeutung. Sie bilden das Fundament für das gemeinsame Ziel: den Nordwesten Deutschlands als europaweit und international führende Wasserstoffregion zu etablieren.

 



Drei Regionen, drei Stärken

Was den Nordwesten so besonders macht?

Es ist der Schulterschluss dreier Kooperationsstrukturen auf Augenhöhe: der Metropolregion Nordwest gemeinsam mit der H2-Region Emsland und der H2-Region Ostfriesland

Das liest sich, als ob das selbstverständlich wäre, ist es allerdings nicht. Und genau deshalb ist es so spannend.

 

Was bedeutet das konkret mit Blick auf Wasserstoff?

Wasserstoff ist kein Selbstzweck. Es geht nicht einfach darum, etwas „Neues“ zu bauen oder neue Technologien anzuwenden; es geht darum, Lösungen zu schaffen.

 

Im Nordwesten bedeutet das zum Beispiel:

  • Energie aus Wind sinnvoll zu speichern

  • Industrie klimafreundlicher zu machen

  • neue Wertschöpfung in der Region zu halten

  • Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen

 

Aber es bedeutet auch, Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen. Und das tut die Metropolregion Nordwest unter anderem durch die Unterstützung regionaler Transferformate oder die Förderung kooperativer Projektansätze, wie beispielsweise das Projekt BDSALgreenH2 zur Erzeugung von salzarmem Meerwasser für die grüne Wasserstoffindustrie oder mit der Vorstudie zur Definition der Prozessparameter eines neuartigen emissionsfreien H2-O2-Kraftwerks in der Metropolregion Nordwest.

 

Im Alltag sind solche Ansätze noch gänzlich unsichtbar, aber sie bilden eine Basis für eine zukunftsfähige Wasserstoffwirtschaft und die Transformation der Energiesysteme.

 

Menschen vor Wasserstoff-Lkw

Es ist die Zusammenarbeit, die den Unterschied macht!

Was hier passiert, funktioniert nur, weil es gemeinsam geschaffen wird. Keine Region allein könnte diese Entwicklung tragen. Gemeinsame Ideen und der Schulterschluss sind ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung und Umsetzung zum Beispiel von Projekten.

 

„Im Nordwesten entsteht Wasserstoffwirtschaft nicht im Alleingang, sondern durch Zusammenarbeit. Genau diese Verbindung aus Innovation, Infrastruktur und regionalem Schulterschluss macht unsere Region zu einem starken Zukunftsstandort“, betont Nicola Illing, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest.


Und wie geht es weiter?

Die Reise hat gerade erst begonnen. Es gibt Projekte, die in der Planung sind, andere werden bereits umgesetzt. Und dann gibt es da noch die ganz „verrückten“ Ansätze, die noch in den Köpfen kreisen.

 

Was dabei klar wird: Der Nordwesten denkt Wasserstoff nicht in einzelnen Ideen, sondern als System.

Wie das konkret aussieht? Im nächsten Beitrag schauen wir ins Emsland. Dorthin, wo ein anerkanntes Hydrogen Valley die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette im Blick behält.

 

Neugierig geworden?

Wenn du tiefer einsteigen möchtest: Die #WOCHE DES WASSERSTOFFS zeigt jedes Jahr, wie vielfältig das Thema Wasserstoff ist – auch im Norden.


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Dieser Beitrag entstand mit der Unterstützung von Nicola Illing und Dr. Janka Wagner (beide Metropolregion Nordwest), Dr. Tim Husmann und Esther Gebert (beide H2-Region Emsland) sowie Birte Ricklefs (H2-Region Ostfriesland).


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Mehr Infos und Aktuelles gibt es auf den Websites der drei Regionen (im Text bereits verlinkt) und bei LinkedIn: Metropolregion Nordwest, H2-Region Emsland, Landkreis Aurich.



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Silke Frank

Präsidentin des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV) und Schirmherrin der WOCHE DES WASSERSTOFFS 2026

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