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H2med – Wenn grüner Wasserstoff Europa verbindet

  • Autorenbild: Gastautor:in
    Gastautor:in
  • 9. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit
H2med Logo

H2med – Europas erster großer grüner Wasserstoffkorridor - einfach erklärt

Der europäische Wasserstoffhochlauf ist längst kein Zukunftsthema mehr.

Mit H2med nimmt ein Infrastrukturprojekt Gestalt an, das die Art und Weise, wie grüner Wasserstoff in Europa produziert, transportiert und genutzt werden soll, grundlegend prägen könnte.

Für die #WOCHE DES WASSERSTOFFS (#WDW) ist H2med vor allem eines: ein Projekt, das Sie kennen sollten, um aktuelle Entwicklungen einordnen zu können.

 

H2med Logo

Was ist H2med?

H2med ist ein geplanter grenzüberschreitender Wasserstoffkorridor, der erneuerbar erzeugten Wasserstoff von der Iberischen Halbinsel nach Mitteleuropa transportieren soll. Beteiligt sind Spanien, Portugal und Frankreich, mit Anbindung an das weitere deutsche Kernnetz.

Ziel ist es, große Potenziale für grünen Wasserstoff – insbesondere aus Solar- und Windenergie – für den europäischen Markt nutzbar zu machen und gleichzeitig eine langfristige, klimafreundliche Energieinfrastruktur aufzubauen.

Kurz gesagt: H2med soll ermöglichen, dass grüner Wasserstoff dort produziert wird, wo erneuerbare Energie besonders effizient verfügbar ist, und dorthin gelangt, wo er industriell benötigt wird.

 

Übersichtskarte H2med

MINI-EXKURS: Was ist ein Wasserstoffkorridor? 

Ein Wasserstoffkorridor ist ein zusammenhängendes Infrastrukturnetz aus Pipelines, Speicher- und Übergabepunkten, über das Wasserstoff in großen Mengen über Ländergrenzen hinweg transportiert werden kann. Er ist vergleichbar mit heutigen Erdgasnetzen – jedoch für ein klimaneutrales Energiesystem.

 

Der geplante Korridor: Iberische Halbinsel – Frankreich – Europa

H2med besteht aus mehreren Teilprojekten.

Öffentlich bekannt sind bereits …

  • eine Verbindung zwischen Portugal und Spanien - CelZa (Celorico da Baeira - Zamora)

  • sowie eine neue Unterwasser-Pipeline zwischen Spanien und Frankreich - BarMar (Barcelona -Marseille)

Diese Achsen sollen das Fundament für einen zentralen europäischen Wasserstofftransport bilden und verbinden die Wasserstoffnetze der vier beteiligten Länder.

Wichtig: H2med ist als reines Wasserstoffprojekt konzipiert – nicht als Erdgasleitung mit späterer Umwidmung.

 

Alle 3 Bilder: 24.09.2025 - Berlin - H2med Alliance (Netzwerkveranstaltung)


Warum H2med für Europa relevant ist!?

H2med adressiert mehrere strategische Ziele gleichzeitig:

  • Klimaschutz: Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien.

  • Versorgungssicherheit: Europa reduziert langfristig die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten.

  • Europäische Integration: Gemeinsame Infrastruktur stärkt den Energiebinnenmarkt.

  • Skalierung: Großprojekte wie H2med schaffen die Voraussetzung für industrielle Mengen.

Das Projekt ist als sogenanntes „Project of Common Interest“ (PCI) auf EU-Ebene eingeordnet und wird politisch unterstützt, unter anderem durch die Europäische Union.

 


MINI-EXKURS: Grüner Wasserstoff – warum der Standort zählt

Grüner Wasserstoff wird mittels Elektrolyse aus Wasser hergestellt. Entscheidend ist dabei der Strom: Je günstiger und erneuerbarer er ist, desto klimafreundlicher und wirtschaftlicher ist der Wasserstoff. Regionen mit viel Sonne und Wind spielen daher eine Schlüsselrolle.

 

Aktueller Stand – was ist heute schon gesichert?

Öffentlich bestätigt sind …

  • politische Vereinbarungen zwischen den beteiligten Ländern,

  • die strategische Einordnung als europäisches Infrastrukturprojekt

  • sowie die grundsätzliche Ausrichtung auf grünen Wasserstoff.

Details zu Zeitplänen, Kapazitäten oder finalen Investitionsentscheidungen unterliegen laufenden Abstimmungen und werden schrittweise veröffentlicht. Für die #WDW gilt daher: Einordnung statt Spekulation.

 


Warum es sinnvoll ist, H2med zu kennen

H2med steht exemplarisch für den nächsten Entwicklungsschritt der Wasserstoffwirtschaft: weg von Pilotprojekten, hin zu europäischer Infrastruktur. Für Unternehmen, Kommunen, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft ist das Wissen um solche Projekte entscheidend, um Diskussionen, Chancen und Herausforderungen realistisch bewerten zu können.

H2med allein löst nicht alle Fragen der Energiewende – aber es zeigt, wie ernsthaft Europa den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft angeht.

 

Jetzt informieren

Weitere Informationen zum Projekt, zu den beteiligten Partnern sowie zu offiziellen Hintergründen finden Sie auf der Projektwebsite.


 

Wir, das #WDW-Team, sind der Meinung, dass jeder, der sich mit Wasserstoff befasst, mit Infrastrukturprojekten wie H2med vertraut sein sollte. Nicht, um sie als gut oder schlecht zu beurteilen, sondern um den größeren Zusammenhang zu verstehen und sich fundiert an Diskussionen beteiligen zu können. Genau dafür steht das #WDW.

 

H2med präsentiert sich als Aussteller auf der Messe E-world energy & water, die vom 10. bis 12. Februar in Essen stattfindet – eine gute Gelegenheit, sich vor Ort vertieft zu informieren. Kommen Sie zum Stand 6H131 in Halle 6.

Wenn Sie an einem kostenlosen Messeticket für die E-world interessiert sind, schreiben Sie uns an hallo@woche-des-wasserstoffs.de.


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Dieser Beitrag entstand in enger Zusammenarbeit mit Nina-Maria Haupt, OGE sowie der Comms-Workinggroup der beteiligten Partner. Danke für euer Engagement und die gute Zusammenarbeit. Hier geht's zum englischen Blogbeitrag.


Die Bildrechte der verwendeten Fotos und Grafiken liegen bei H2med.



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Dr. Bernd Pitschak
Vorsitzender des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV)

und Schirmherr der WOCHE DES WASSERSTOFFS 2026

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